Aktuelles

„Viel Inspiration für die eigene Arbeit“

Rückblick: Zweites proRespekt-Vernetzungstreffen am 15.06.2022

Am 15. Juni 2022 fand im Haus der Demokratie und Menschenrechte das zweite proRespekt-Vernetzungstreffen zwischen den proRespekt-Coaches, -Pilot*innen und den Schulsozialarbeiter*innen der Programmschulen statt. Nach dem gelungenen Start 2021 (Rückblick siehe weiter unten) widmeten wir uns auch in diesem Jahr dem bezirks- und schulübergreifenden Austausch sowie der Kooperation und Vernetzung.

Die Ergebnisse einer Umfrage verdeutlichten den Teilnehmer*innen sowohl die Vielfalt als auch die großen Gemeinsamkeiten in den Themen und Tätigkeiten an den proRespekt-Programmschulen. In verschiedenen Ausprägungen begleiten Gewaltprävention, demokratische Schulentwicklung und strukturelle Herausforderungen alle proRespektler*innen sowie Schulsozialarbeiter*innen.

Dementsprechend gibt es im proRespekt-Netzwerk viel Erfahrung und Expertise, um auf die Herausforderungen zu reagieren. Mithilfe eines intensiven Austausches anhand von Best-Practice-Beispielen erschlossen die Teilnehmer*innen diese Ressource miteinander. Die Rückmeldungen zeigten, dass sich aus den Gesprächen zu bestehenden Angeboten viel Inspiration für die eigene Arbeit gewinnen lässt. Verabredungen zur gegenseitigen Unterstützung ergaben sich von selbst.

Wir möchten uns bei allen Teilnehmer*innen für das großartige Netzwerktreffen, die Einblicke in ihre Arbeit sowie die intensive und kollegiale Atmosphäre bedanken. Wir, als Fachstelle proRespekt, nehmen spannende Rückmeldungen mit und werden die Zusammenarbeit im proRespekt-Netzwerk weiter fördern.

Hoffest der soziokulturellen Etage

Tag der offenen Tür in der Rigaer Straße 71A, 21. Juni 2022

Am 21. Juni 2022 fand ab 15 Uhr der „Tag der offenen Tür“ im Rahmen eines gemeinsamen Hoffestes in der Rigaer Str. 71A (10247 Berlin) statt.

An diesem Ort arbeiten seit 2022 verschiedene Träger im soziokulturellen Verbund. Neben der Fachstelle proRespekt – gewaltfreie Schulen demokratisch gestalten befinden sich dort ein Familienzentrum und eine Kita von lebensnah e. V., eine Kindertagesgruppe, das Streetwork-Team Friedrichshain von GANGWAY e. V. und das Büro der RAA Berlin.

In entspannter Atmosphäre stellten wir unsere Räumlichkeiten und die Arbeit im Programm proRespekt verschiedenen Vertreter*innen aus unseren Programmschulen, der Verwaltung und der Politik vor. Besonders spannend war der Einblick in die Entstehungsgeschichte des Programms proRespekt von der Leiterin des Referats II A in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Ines Rackow, und der ehemaligen Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres.

Parallel dazu fand im Hof ein Fest statt, welches durch das Familienzentrum Rigatoni, die Streetworker*innen von GANGWAY und uns proRespektler*innen gestaltet wurde. Neben einem einladenden kulinarischen Angebot und einem Kinderprogramm, begleiteten im Rahmen der Fête de la Musique zwei Bands den gelungenen Austausch zwischen unseren Mitarbeitenden und Gästen.

Die Räumlichkeiten der Fachstelle proRespekt dienen als Arbeitsplätze für die Mitarbeiter*innen des Trägerverbundes (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Gangway e.V. und Violence Prevention Network gGmbH) und für die sieben proRespekt-Pilot*innen, die mobil in den Stadtbezirken tätig sind. Wir verfügen über einen Seminarraum, eine kleine Bibliothek und einen Außenbereich, der sich aufgrund seiner Offenheit und Bepflanzung positiv auf die Arbeitsatmosphäre auswirkt.

Wir danken unseren Gästen herzlich für ihren Besuch und den Organisator*innen für einen schönen gemeinsamen Nachmittag.

proRespekt-Botschafter Yiğit Muk liest vor Schüler*innen des Lessing-Gymnasiums

19. November 2021, Lessing-Gymnasium

Im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages hat Yiğit Muk, Botschafter des Programms proRespekt – gewaltfreie Schulen demokratisch gestalten, Schüler*innen des Lessing-Gymnasiums aus seinem Buch „Muksmäuschenschlau: Wie ich als Hauptschulproll ein Abi mit 1+ hinlegte“ vorgelesen. Das Lessing-Gymnasium im Ortsteil Wedding nimmt seit 2020 am Programm proRespekt teil. Die diesjährige Teilnahme am Vorlesetag wurde von Marie-Christin Günther, proRespekt-Coachin am Lessing-Gymnasium, und dem Medienzentrum der Schule unter Anwesenheit von Wolfram Metzig-Eisner, proRespekt-Pilot im Bezirk Berlin-Mitte, organisiert.

Die Lesung mit anschließender Fragerunde fand unter Einhaltung der geltenden Infektionsschutzmaßnahmen in der Aula der Schule statt. Der 33-Jährige Autor gewann mit Auszügen aus seinem Werk sowie Erzählungen aus seinem Leben sofort die volle Aufmerksamkeit der Schüler*innen. Denn Yiğit Muk verbrachte seine Jugend als Mitglied einer berüchtigten Straßengang in Berlin-Neukölln. Über die Jahre konnte er sich jedoch von diesem Alltag und der dazugehörigen Gewalt lösen. Im Rahmen des Programms proRespekt versucht er Schüler*innen davon zu überzeugen, dass Gewalt keine Lösung für Konflikte ist. Seine Vorbildfunktion basiert auch darauf, dass er trotz seiner früheren Hauptschulempfehlung 2012 das beste Abitur Deutschlands machte. Seine Erfahrungen hat er 2015 niedergeschrieben.

Nach der Lesung hatten die Schüler*innen Fragen zum Tunnelerlebnis bei Gewaltvorfällen, zur Reaktion von Yiğit Muks Eltern sowie zu seinen Lernstrategien auf dem Weg zum besten Abitur. Darüber hinaus gab er den Schüler*innen mit, dass sie an sich selbst glauben sollen und alle das Zeug dazu haben, das Abitur zu schaffen.

Nach knapp zwei Stunden vorlesen, auf Fragen eingehen und etlichen Selfies hat der Tag bei vielen Schüler*innen sichtlich Eindruck hinterlassen.

Vielen Dank, an unseren Programmbotschafter Yiğit Muk und sein ehrenamtliches Engagement! Wir freuen uns über eine gelungene Veranstaltung und hoffen auf viele weitere Gelegenheiten.

Wenn Sie mehr über Yiğit Muk und seine Rolle als Botschafter des Programms proRespekt erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen sein Vorstellungsvideo.

Vorlesetag 2021_Wolfram Metzig-Eisner, Yiğit Muk, Marie-Christin Günther

v. l. n. r.: Wolfram Metzig-Eisner, proRespekt-Pilot im Bezirk Berlin-Mitte; Yiğit Muk, Botschafter des Programms proRespekt; Marie-Christin Günther, proRespekt-Coachin am Lessing-Gymnasium

Auftaktgespräch proRespekt – gewaltfreie Schulen demokratisch gestalten

17. September 2021, 10-11:15 Uhr,  Gustav-Freytag-Schule

Zum Auftakt des Programms proRespekt – gewaltfreie Schulen demokratisch gestalten sprachen Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, und Botschafter des Programms, Autor Yiğit Muk, mit Schülerinnen und Schülern der Reinickendorfer Gustav-Freytag-Sekundarschule über Themen wie: Was gefällt mir an meiner Schule gut? In welchen Situationen fühle ich mich unwohl oder unsicher oder was sollte sich an der Schule verändern?

Sandra Scheeres: „Mit dem Programm „proRespekt – gewaltfreie Schulen demokratisch gestalten“ werden Schulen dabei begleitet, gewaltpräventive Strukturen und Maßnahmen zu stärken und eine demokratische, partizipative Schulkultur zu entwickeln. Schülerinnen und Schüler der Programmschulen werden durch proRespekt-Coaches vor Ort gezielt gefördert im Umgang mit eigenen Emotionen, mit auftretenden Konflikten und im respektvollen Miteinander.“

Vom Auftaktgespräch berichteten der Tagesspiegel, der Berliner Kurier, die Berliner Zeitung sowie die Reinickendorfer Dorfzeitung.

Die Zusammenarbeit mit der Gustav-Freytag-Schule besteht nicht mehr. Wir danken für das bisherige Engagement.

Wie wollen wir zusammenarbeiten?

Erstes proRespekt-Vernetzungstreffen, 25. August 2021, 11-15.30 Uhr

Das erste Vernetzungstreffen des Programms proRespekt – gewaltfreie Schulen demokratisch gestalten hatte das Ziel, die proRespekt-Coaches und -Pilot*innen sowie die Schulsozialarbeiter*innen der Programmschulen dazu einzuladen, ihre Erfahrungen bezirks-, schul- und trägerübergreifend auszutauschen, sich zu vernetzen und neue Impulse für die gemeinsame Arbeit zu gewinnen.

Das proRespekt-Team und die Schulsozialarbeiter*innen sollten zusammenfinden, um miteinander ins Gespräch zu kommen und Ideen für Angebote und Kooperationen im neuen Schuljahr zu entwickeln. Dabei sollte es auch um die Frage gehen, wie sich die jeweiligen Ressourcen bestmöglich ergänzen können.

Die Veranstaltung zeigte, dass alle Teilnehmer*innen an einem Strang ziehen und dass zur Bewältigung der gemeinsamen Herausforderungen die jeweiligen Programm- und persönlichen Ressourcen ineinandergreifen sollten. Eine Aufgabenteilung zwischen Schulsozialarbeit und proRespekt, mit der alle Beteiligten zufrieden sind, ist dabei ebenso wichtig ist, wie gemeinsame Kommunikationsformate, das gegenseitige Wahrnehmen und mögliche Kooperationsangebote.

Aus den World Café Runden der Veranstaltung ergaben sich viele spannende Anknüpfungspunkte für die Zusammenarbeit. Sowohl das proRespekt-Personal als auch die anwesenden Schulsozialarbeiter*innen äußerten den Wunsch nach weiteren Austauschrunden. Die Fachstelle proRespekt freut sich, dass die Veranstaltung von den Teilnehmer*innen so positiv aufgenommen wurde und nimmt den Wunsch mit in die Planung für 2022.