Praxischeck
Die Orientierungs- und Handlungsrahmen der Gewaltprävention und Demokratiebildung bieten Schulen und pädagogischen Fachkräften Leitlinien, um ein sicheres, respektvolles und partizipatives Lernumfeld zu schaffen. Sie fördern sowohl die Prävention von Gewalt als auch die aktive Beteiligung und Urteilsfähigkeit der Schüler*innen im demokratischen Miteinander.
Auf dieser Seite stellen wir Methoden zum Download zur Verfügung, die von proRespekt in der praktischen Arbeit erprobt wurden und sich bewährt haben. Alle Materialien wurden im pädagogischen Alltag eingesetzt und weiterentwickelt. Die Methoden richten sich an Fachkräfte, die mit Schüler*innen, Jugendlichen oder anderen Zielgruppen arbeiten. Sämtliche Angebote haben einen klaren Bezug zum OHR Gewaltprävention & Demokratiebildung und sind entsprechend gekennzeichnet. Ziel ist es, praxisnahe und sofort einsetzbare Impulse zu geben für die Arbeit mit der Zielgruppe in den Themenfeldern Gewaltprävention und Demokratiebildung.
OHR Gewaltprävention
Sich selbst kennenlernen und reflektieren
EMOTIONEN UND IMPULSE REGULIEREN
Die Schüler*innen entwickeln die Fähigkeit, sich selbst und andere empathisch wahrzunehmen, Gefühle und Körpersprache zu deuten und mit Frustration sozial angemessen umzugehen. Sie lernen, eigene Impulse in belastenden Situationen zu erkennen, zu steuern und durch innere Deeskalation kontrolliert zu handeln.
Methoden:
SELBSTWIRKSAMKEIT AUFBAUEN
Die Schüler*innen erfahren Selbstwirksamkeit und entwickeln Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Sie begegnen sozialen und schulischen Herausforderungen mit Zuversicht, übernehmen Verantwortung für ihr Handeln und verfolgen eigene Ziele motiviert und ausdauernd, wobei sie auch mit Stress, Frustration und eigenen Schwächen angemessen umgehen können.
Methoden: Konfliktprävention in der Klasse;
EIGENE ROLLE REFLEKTIEREN
Die Schüler*innen lernen, sich als Teil sozialer Gruppen zu verstehen und die Bedeutung von Rollen und Gruppenzugehörigkeit zu erkennen. Sie reflektieren, dass diese Zugehörigkeit sowohl Sicherheit und Orientierung bietet als auch Anpassungsdruck erzeugen kann, und entwickeln die Fähigkeit, eine bewusste Balance zwischen eigener Identität und den Erwartungen der Gruppe zu finden.
Methoden:
In sozialen Situationen handeln
KOOPERIEREN UND GRENZEN SETZEN
Die Schüler*innen lernen, effektiv in Gruppen zusammenzuarbeiten, eigene Grenzen zu kommunizieren und die Interessen der Gruppe mit den eigenen abzugleichen, um gemeinsam bessere Ergebnisse zu erzielen.
Methoden: Beleidigungsbarometer; Konfliktprävention in der Klasse; Ja-Nein-Karten zur Antimobbingarbeit;
ZUSAMMENLEBEN GESTALTEN
Die Schüler*innen entwickeln die Fähigkeit, ihre Lebenswelt bewusst im Sinne eines friedlichen und gewaltarmen Zusammenlebens wahrzunehmen, zu beurteilen und aktiv zu gestalten. Sie erwerben Kompetenzen zur Mitwirkung an gemeinschaftlichen Prozessen, können eigene Beiträge einbringen und lernen, konstruktiv auf Konflikte zu reagieren, um das Miteinander positiv zu beeinflussen.
Methoden: Konfliktprävention in der Klasse; Ja-Nein-Karten zur Antimobbingarbeit;
SOZIALE VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN
Die Schüler*innen lernen, Rücksicht zu nehmen und andere zu unterstützen, unabhängig von Gruppenzugehörigkeiten. Sie entwickeln eigene Vorstellungen von Gerechtigkeit und Fairness, vertreten diese begründet und setzen sie um. Dabei können sie in herausfordernden Situationen selbstbewusst mit Ängsten umgehen und sowohl Unterstützung geben als auch annehmen.
Methoden: Ja-Nein-Karten zur Antimobbingarbeit;
Kommunizieren und mit Konflikten umgehen
KOMMUNIKATION AKTIV GESTALTEN
Die Schüler*innen lernen, Gespräche konstruktiv zu führen, eigene Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle klar zu kommunizieren sowie aufmerksam zuzuhören. Sie sind in der Lage, Gesprächssituationen aktiv zu gestalten und Feedback sowohl zu geben als auch anzunehmen.
Methoden: Ja-Nein-Karten zur Antimobbingarbeit;
MIT KONFLIKTEN KONSTRUKTIV UMGEHEN
Die Schüler*innen erkennen, dass Konflikte Teil menschlicher Beziehungen sind, und lernen, Sprache gezielt zur Konfliktlösung einzusetzen. Sie beherrschen Techniken der konstruktiven Konfliktbewältigung und können diese situationsgerecht anwenden.
Methoden: Konfliktprävention in der Klasse; Beschwerdemanagement;
OHR Demokratiebildung
Analysieren
EIGENE UND FREMDE BEDÜRFNISSE, KOMPETENZEN, INTERESSEN IDENTIFIZIEREN, ERLÄUTERN, BESCHREIBEN UND ERKLÄREN
Die Schüler*innen sollen lernen, eigene und fremde Sichtweisen zu verstehen und die Vielfalt der Lebenswelt zu beschreiben. Sie können ihre eigenen Bedürfnisse als Kinder und Jugendliche benennen und in Bezug zu den Kinderrechten setzen.
Methoden: Beschwerdemanagement;
PARTIZIPATIONSFORMEN UND -RECHTE KENNEN, BESCHREIBEN UND ERLÄUTERN
Die Schüler*innen kennen Mitbestimmungsmöglichkeiten in Unterricht und Schule und nehmen ihre eigenen Einflussmöglichkeiten wahr. Sie können ihre Partizipationskompetenzen beschreiben, Ausgrenzung erkennen und die dahinterliegenden Gründe beschreiben.
Kommunizieren und Handeln
EIGENE STÄRKEN ERKENNEN UND SELBSTWIRKSAMKEIT ERFAHREN
Die Schüler*innen lernen, Lernpartner*innen sowie Methoden und Themen eigenständig auszuwählen. Sie können eigene Interessen und Ideen präsentieren und strukturiert Feedback geben sowie aufnehmen.
DEMOKRATISCH-POLITISCHE BETEILIGUNG MITGESTALTEN
Die Schüler*innen lernen, sich konstruktiv und kooperativ an der Willensbildung der Klasse zu beteiligen, ihre eigenen Einflussmöglichkeiten einzubringen und kontroverse Diskussionen als Methode der Problemlösung zu nutzen. Sie setzen Regeln für ein diskriminierungsfreies Lernen und grundlegende Prinzipien des Miteinanders aktiv um.
Urteilen
GRUPPENBEZOGENE UND SCHULISCHE PROZESSE WERTEBASIERT BEURTEILEN
Die Schüler*innen lernen, Ungleichbehandlungen und Diskriminierungen zu erkennen, Entscheidungsprozesse und Wahlen durchzuführen und zu bewerten. Sie setzen sich mit den Werten Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Gerechtigkeit und Emanzipation auseinander und reflektieren deren Bedeutung.
GESELLSCHAFTLICHE UND POLITISCHE PROZESSE AUF DER BASIS DEMOKRATISCHER GRUND- UND MENSCHENRECHTE BEURTEILEN
Die Schüler*innen lernen, Vielfalt als Kennzeichen demokratischer Gesellschaften zu begründen, Hemmnisse und Einschränkungen demokratischer Teilhabe zu beschreiben und zu bewerten sowie gesellschaftliche Konflikte zu erläutern und kritisch einzuordnen.



