Standorte

Der Bezirk Reinickendorf nimmt als Pilotbezirk seit 2019 mit drei Schulen am Programm teil. 2020 kamen sieben weitere Schulen in den Bezirken Mitte und Marzahn-Hellersdorf hinzu. Zwölf weitere Schulen in den Bezirken Spandau, Tempelhof-Schöneberg, Neukölln und Lichtenberg sind seit 2021 proRespekt-Programmschulen. Weitere Bezirksregionen und Schulen werden voraussichtlich 2022 folgen.

Alle Berliner Bezirke und bis zu 30 Regelschulen können schulformübergreifend am Programm proRespekt teilnehmen.

Die Auswahl der am Programm proRespekt teilnehmenden Bezirke und Schulen erfolgt über ein zweistufiges Verfahren. Im ersten Schritt wird ermittelt, welche Bezirke und Ortsteile einen erhöhten Handlungsbedarf in den Bereichen Jugend- und Schulgewalt sowie Schuldistanz aufweisen und welche Quartiere als sozial benachteiligt eingestuft werden. Basis hierfür sind die aufbereiteten (Meta-)Daten aus dem Berliner Monitoring – Jugendgewaltdelinquenz (Lüter et al.: Berliner Forum Gewaltprävention, BFG Nr. 68, 5. Bericht 2019), aus der Berliner Bildungsstatistik (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie: Blickpunkt Schule Bericht Schuljahr 2019/2020) sowie die „Handlungsräume der ressortübergreifenden Gemeinschaftsinitiative für sozial benachteiligte Quartiere“ (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, 2018). Die Fachstelle proRespekt leitet hieraus Empfehlungen zur bezirklichen Erweiterung des Programms ab. Erörtert und beschlossen wird die Erweiterung durch die Steuerungsgruppe des Programms, bestehend aus dem Trägernetzwerk und den Ansprechpersonen der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Im zweiten Schritt werden Schulen vorgeschlagen, die für die Programmteilnahme geeignet sind. Dies erfolgt auf Basis mehrerer Kriterien in den Bereichen Gewalt, Demokratiebildung, Schuldistanz und sozialer Lage. Ebenso sind bestehendes Engagement und Entwicklungsbereitschaft der Schule in den Bereichen Gewaltprävention und Beteiligung sowie die Freiwilligkeit der Programmteilnahme relevante Faktoren. Die Fachstelle proRespekt führt hierzu Gespräche mit den Schulaufsichten und SIBUZ (Schulpsychologische und Inklusionspädagogische Beratungs- und Unterstützungszentren) der Bezirke sowie mit Akteur*innen der Gewaltpräventionsarbeit in den Sozialräumen (das können Präventionsbeauftragte der Polizei sein sowie Streetworker*innen, Jugendsozialarbeiter*innen u. a.). In Abstimmung mit den regionalen Schulaufsichten und SIBUZ schlägt die Fachstelle proRespekt Schulen für das Programm proRespekt vor. Erörtert und beschlossen wird ihre Programmteilnahme durch die Steuerungsgruppe des Programms.

Ziele

Struktur

Standorte